Leitsatz zur Woche 26/2010

Von der Idee über die Vision zum Ziel! – Fussball als Meister!

„Wir haben unser Ziel nicht erreicht“ sagt der Nationalmannschafts-Delegierte Peter Stadelmann, nach dem Ausscheiden unserer Fussball-National-Elf bei den Gruppenspielen. Ich verstehe nicht, denn: Alle waren doch überrascht, dass die Mannschaft überhaupt an der WM teilnehmen durfte. Spieler, Betreuer und die Medien erfreuten sich schon lange vor dem Startpfiff daran. Bundespräsidentin Doris Leuthard vertrat dann kurz vor dem WM-Auftakt gegenüber der versammelten Mannschaft in Südafrika diese Parole. Und jetzt sind alle so enttäuscht und unglücklich? Warum?

Lag es an der Idee, an der Vision, am Ziel? Nein! Die Idee war es, an der WM teilzunehmen. Nur war das auch die Vision und das Ziel zugleich. Und dieses Ziel ist exakt und punktgenau erreicht. Durch die grosse Enttäuschung aller, stellt sich nun doch die Frage, ob die Vision und das Ziel auch wirklich stimmten. Was wäre herausgekommen, wenn die Vision genannt worden wäre, „Wir wollen als Sieger dieser WM in die Fussballgeschichte eingehen“? Die Teilziele hätten dann lauten müssen: Gruppensieger, und dann gewinnen wir jedes Spiel. 

Zugegeben, ich verstehe nichts, absolut gar nichts von Fussball. Doch eines weiss ich als Unternehmer und als Pilot: Ohne ein glasklar definiertes Ziel, verbunden mit einem klaren Termin, ist die Aussicht auf das richtige Ankommen sehr, sehr klein. Stellen Sie sich vor, der Pilot startet mal und schafft einen schwierigen, turbulenten Steigflug (erstes Spiel, Spanien) und dann fehlen ihm für das weitere Vorankommen die nächsten Zwischenziele zum Zielort. Wo wird er landen? Wir wissen es nicht. 

Und, werden Sie sich jetzt fragen, wenn wir doch nicht Weltmeister geworden wären? Ja, wir hätten das Ziel verfehlt, vielleicht als Gruppenletzte (eher unwahrscheinlich), als 6., 4. oder 2. Doch fragen Sie sich besser, was in den Köpfen der Medienvertreter, Betreuer, der Bundespräsidentin abgegangen wäre und welche Energie da in Richtung eines jeden Einzelnen der Mannschaft geflossen wäre bei der Hingabe, eine grosse Vision in ERGEBNISSE umzusetzen. 

PS. Argentinien, mit ihrem belächelten und „knutschenden“ Diego Maradonna machen genau das vor: Von der Idee über die Vision zum Ziel! Wer lacht da noch?

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