02/2026 Verbunden im Unfassbaren
- dobler57
- 4. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Das Jahr, kaum eine Stunde alt, als mitten in den ausgelassenen Klängen der Feier ein Schatten fiel – jäh, unvorbereitet und schwer. Es traf uns aus dunklem Himmel, riss eine Stille in die Welt, mit Fragen ohne Antworten und grosser Hilflosigkeit.
Das Jahr, kaum eine Stunde alt brachte unermessliches Leid, Trauer und unendlicher Schmerz über die betroffenen Familien. Zerstörte das Leben, die Träume und Hoffnungen vieler junger Menschen auf furchtbare Weise.
In diesem erschütternden Nichtbegreifen, in dieser Traurigkeit, die Grenzen überfliegt, spüren wir etwas Unerwartetes, Seltenes: eine tiefe, unsichtbare Verbundenheit.
Sie zeigt sich nicht im Kanon des Verstehens, denn das Geschehene bleibt unbegreifbar. Sie zeigt sich in der gemeinsamen Erschütterung, im stillen Mitgefühl von Menschen, die sich nie begegnet sind, nun aber im gleichen fassungslosen Gefühl vereint sind. Über weite Grenzen hinweg spüren wir, wie sehr wir zusammengehören, auch ohne uns zu kennen.
Das Jahr hat begonnen mit einer tiefen Wunde, die unsere Zuversicht erschüttert. Doch irgendwann wird sie zurückkehren, getragen von dieser stillen Solidarität. Wir hoffen, dass aus dem gemeinsamen Empfinden eine Kraft erwächst, die uns durch die kommende Zeit trägt.



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